BU-Versicherung und Altersvorsorge

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Ist eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung mit einem Altersvorsorgeprodukt sinnvoll?

Scrabble-Bild: BU-Schutz und Altersvorsorge Um sich vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit zu schützen, kann man eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU)oder eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) in Verbindung mit einer Lebensversicherung oder auch Rentenversicherung als Haupt- oder Trägerversicherung abschließen.
 
Bei der selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung kann man die Versicherungsdauer frei wählen, zahlt einen relativ niedrigen Beitrag und erhält im Falle einer Berufsunfähigkeit die vereinbarte monatliche BU-Rente – maximal bis zur vereinbarten Leistungsdauer. Allerdings enthält die selbständige BU-Versicherung keinen Sparvertrag. Deshalb erfolgt i.d.R. keine Auszahlung, wenn der Vertrag zum Ende der Versicherungsdauer ohne Versicherungsfall endet.
 
Bei der BU-Zusatzversicherung dagegen ist der BU-Schutz nur ein Zusatz – beispielsweise zu einem Altersvorsorgeprodukt (Rentenversicherung oder kapitalbildende Lebensversicherung). In diesem Fall kann jedoch die Versicherungsdauer der BU-Zusatzversicherung maximal so lang sein, wie die Versicherungsdauer der Hauptversicherung. Der BU-Schutz kann so gewählt werden, dass bei Berufsunfähigkeit nur die Beiträge für die Hauptversicherung freigestellt werden. Das ist bei einer Rentenversicherung durchaus sinnvoll, damit diese auch im Falle einer Berufsunfähigkeit aufrecht erhalten werden kann.
 
Umfassenden BU-Schutz erhält man natürlich nur, mann zusätzlich zu der o.g. Beitragsbefreiung noch eine monatliche BU-Rentenzahlung vereinbart. Der Beitrag ist dann im Vergleich zu einer selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch deutlich höher, da neben dem Beitrag für den BU-Schutz noch ein Sparbeitrag für die Altersvorsorge gezahlt werden muss. Und nur dieser Sparbeitrag führt dazu, dass zum Ende der Hauptversicherung eine Auszahlung erfolgen kann.
 
Allerdings hat diese Kombination aus BU-Rente und Altersvorsorge in einem Vertrag auch ein paar entscheidende Nachteile:
  1. Bei der Altersvorsorge kommt es auf einen zuverlässigen Anbieter und auf eine gute Rendite des Sparbeitrages an. Für einen guten BU-Schutz sind neben der Zuverlässigkeit des Versicherers noch gute Versicherungsbedingungen und eine günstige Risiko-Einstufung des ausgeübten Berufs wichtig. In den seltensten Fällen wird der Spezialist für die Altersvorsorge auch der günstigste Anbieter für die BU-Rente sein.
  2. Sowohl Lebens- oder Rentenversicherungen als auch Berufsunfähigkeitsversicherungen haben naturgemäß eine sehr lange Versicherungsdauer. Statistiken besagen jedoch, dass sehr viele Lebens- und Rentenversicherungen vorzeitig gekündigt werden, da in Krisenjahren die Beiträge hierfür nicht mehr aufgebracht werden können. Wer jedoch seine BU-Rente an ein solches Altersvorsorge-Produkt gekoppelt hat, würde bei einer Beitragsfreistellung oder Vertragskündigung auch den wichtigen BU-Schutz reduzieren bzw. verlieren. Wurden dagegen BU-Rente und Altersvorsorge in getrennten Verträgen abgeschlossen, kann z.B. die Lebensversicherung verkauft, beitragsfrei gestellt oder gekündigt – der wichtige BU-Schutz aber beibehalten werden.
Deshalb sollte man Altersvorsorge und BU-Rente nicht in einem Vertrag bündeln. Das bedeutet jedoch nicht, dass man Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge völlig getrennt betrachten sollte. Im Falle einer Berufsunfähigkeit entfällt nämlich nicht nur das Arbeitseinkommen – sondern in der Regel auch der Arbeitgeberanteil für die Kranken- und Rentenversicherung. Deshalb sollte man auf folgende Punkte achten:
  • Die Versicherungs- und Leistungsdauer der BU-Versicherung sollte möglichst so gewählt werden, dass im Falle einer dauerhaften Berufsunfähigkeit die BU-Rentenzahlung erst bei Eintritt der Altersrente endet.
  • Die Höhe der versicherten BU-Rente sollte so gewählt werden, dass diese nicht nur für den Lebensunterhalt reicht. Von der BU-Rente sollten auch die Beiträge für Kranken- und Rentenversicherung bezahlt werden können.
  • Bei privaten Altersvorsorgeprodukten (z.B. private Rentenversicherung) sollte man prüfen, ob eine Beitragsbefreiung für den Fall einer Berufsunfähigkeit mitvereinbart werden kann. Dann übernimmt der Versicherer die Beitragszahlung und sichert den Fortbestand der Altersvorsorge, falls die versicherte Person berufsunfähig wird. Doch auch hier sollte man auf gute Versicherungsbedingungen der BU-Zusatzversicherung achten.