5 Punkte, die Sie bei Ihrer bestehenden BU-Absicherung überprüfen sollten

1. Überprüfen der Versicherungsbedingungen

BU-Absicherung unter der Lupe In den letzten Jahren hat der Wettbewerb zu immer besseren Versicherungsbedingungen geführt. Wurden bis ca. 2005 noch viele Tarife mit abstrakter Verweisungsklausel und dauernder bzw. 3-jähriger Prognosezeit angeboten, so sind solche Tarife heute glücklicherweise die Ausnahme – werden aber von einigen Gesellschaften immer noch angeboten. Wenn Sie also noch gesund genug sind, um bei Bedarf auch eine bessere BU-Versicherung abschließen zu können, sollten Sie Ihren Versicherungsschein „unter die Lupe nehmen“ und prüfen, ob der Versicherer zumindest auf eine abstrakte Verweisung verzichtet und den Prognosezeitraum auf 6 Monate verkürzt hat.

2. Kontrollieren der versicherten BU-Rente

Es ist bekannt, dass die durchschnittlich versicherten BU-Renten zu gering sind, um im Falle einer Berufsunfähigkeit wirklich den erreichten Lebensstandard zu halten. Deshalb erscheint es ratsam, nach ein paar Jahren oder zu bestimmten Anlässen (z.B. Hochzeit, Geburt eines Kindes usw.) die Höhe der versicherten BU-Rente zu überprüfen. Vielleicht hat Ihr Versicherer Ihnen auch eine Nachversicherungsgarantie angeboten, so dass Sie zu bestimmten Anlässen die BU-Rente auch ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen könnten.

3. Nachprüfen der Versicherungsdauer

Der Beitrag zur BU-Versicherung ist auch von der Versicherungs- und Leistungsdauer abhängig. Je länger man versichert ist, desto höher wird auch der Beitrag. Denn mit zunehmendem Alter wächst natürlich auch die Gefahr einer Berufsunfähigkeit. Um Kosten zu sparen, wurde in der Vergangenheit nicht selten die Versicherungsdauer auf das 55. oder 60. Lebensjahr verkürzt. Dadurch wurde der Beitrag reduziert – das Risiko des Versicherers aber auch. Was hilft es, wenn die BU-Rente zu zeitig endet und Sie dann vielleicht 5 oder gar 10 Jahre bis zum Erhalt der Altersrente überbrücken müssen. Bei 1.000 € monatlicher BU-Rente sind da schon innerhalb 5 Jahre 60.000 € zu überbrücken. Deshalb prüfen Sie auch, ob die Versicherungs- und Leistungsdauer damals ausreichend vereinbart wurde.

4. Vergleichen des Beitrags

Der Beitrag ist zwar grundsätzlich auch vom Eintrittsalter der zu versichernden Person abhängig und Sie sind seit dem damaligen Abschluss Ihrer Versicherung sicherlich nicht jünger geworden. Aber die Versicherer haben in den letzten Jahren immer mehr Berufsgruppen eingeführt. So wurde der Beitrag für Akademiker und Büroangestellte immer niedriger – für körperlich/handwerklich Tätige dafür aber immer höher. Ob dies gerecht ist, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Aber wenn Sie einen risikoarmen Beruf ausüben und noch gesund sind, könnte sich ein Vergleich Ihres Beitrags mit den Beiträgen der jetzigen Tarife lohnen.

5. Überprüfen eventueller Risikozuschläge oder Ausschlussklauseln

Wurde Ihnen der Versicherungsschutz damals nur zu erschwerten Bedingungen angeboten (mit Risikozuschlag oder mit einer Ausschlussklausel, dann überprüfen Sie, ob die Gründe hierfür jetzt noch gegeben sind. Vielleicht zahlen Sie noch einen Risikozuschlag für ein Freizeitrisiko, obwohl Sie dieses Hobby inzwischen gar nicht mehr betreiben. Oder Sie haben noch einen Ausschluss für eine Vorerkrankung, die Sie bei einer jetzigen Antragstellung schon gar nicht mehr angeben müssten, weil die letzte Behandlung, Beratung oder Untersuchung hierzu schon mehr als 5 bzw. 10 Jahre her ist. Dann fragen Sie doch bei Ihrem Versicherer schriftlich an, ob der Risikozuschlag oder die Ausschlussklausel inzwischen gestrichen werden kann. Sie haben dabei nichts zu verlieren.

Aber beachten Sie bitte:

Auch wenn Sie jetzt feststellen, dass Handlungsbedarf besteht und Sie die gewünschten Absicherung bei einem anderen Versicherer nicht nur zu besseren Versicherungsbedingungen, sondern trotz des inzwischen höheren Eintrittsalters auch noch zu niedrigeren Beiträgen bekommen könnten, so kündigen Sie Ihre bestehende Versicherung nicht übereilt. Wenden Sie sich an einen ungebundenen Versicherungsmakler Ihres Vertrauens – gern auch an uns. Er kann Ihnen die Kündigungsfristen erklären und mittels einer Voranfrage prüfen, ob Ihr Antrag unter Berücksichtigung Ihrer jetzigen Vorerkrankungen und aller anderen vorhandenen Risiken auch zu Normalkonditionen angenommen werden würde. Kündigen Sie eine bestehende Versicherung erst, nachdem Ihr neuer Antrag angenommen wurde.