Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

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Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Studenten im Studium Das Risiko einer Berufsunfähigkeitsversicherung wächst zwar erst mit zunehmendem Alter. Trotzdem sollte man eine BU-Versicherung so zeitig wie möglich abschließen. Denn wenn sich erst einmal gesundheitliche Beschwerden eingestellt haben, wird es schwierig bis unmöglich, eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Ausschlüsse oder Risikozuschläge abzuschließen.
 
Doch einige Versicherungsgesellschaften argumentieren, dass ein Student noch keinen „echten“ Beruf erlernt bzw. ausgeübt hat und deshalb keinen Berufsunfähigkeitsschutz im eigentlichen Sinne erhalten kann. Außerdem könne selbst nach Beendigung eines bestimmten Studienabschnitts (z.B. Vordiplom) immer noch nicht von einem klar fassbaren späteren Berufsbild ausgegangen werden. Als typisches Beispiel hierfür wird dabei gern der „Diplom-Betriebswirt“ mit seinen vielfältigen späteren Einsatzmöglichkeiten angeführt.
 
Dies veranlasst diese Versicherungsgesellschaften, den Versicherungsschutz für Studenten mittels einer EU-Klausel bis zum Abschluss des Studiums auf eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung zu reduzieren.
 
Doch dies muss man nicht akzeptieren! Es gibt genügend Versicherer, die auch Studenten umfassenden und guten Versicherungsschutz anbieten. So wird der BU-Schutz für Studenten z.B. von der WWK Lebensversicherung a.G. wie folgt definiert (Stand 08/2013):
 
 

Bei Studenten liegt vollständige Berufsunfähigkeit vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich auf Dauer (mindestens sechs Monate) außer Stande ist, ihr zuletzt vor Eintritt des Versicherungsfalls absolviertes Studium an einer Hochschule, Fachhochschule oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtung fortzusetzen und sie auch kein anderes Studium absolviert oder eine ihrem Studium entsprechende berufliche Tätigkeit ausübt. Als eine ihrem Studium entsprechende berufliche Tätigkeit wird dabei nur eine solche Tätigkeit angesehen, die keine deutlich geringeren Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert und deren damit verbundene Lebensstellung aus finanzieller und sozialer Sicht der Lebensstellung entspricht, die regelmäßig mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der versicherten Person erreicht wird.

Auch die folgende Definition der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a.G. zur Berufsunfähigkeit bei Studenten (Stand 01/2014) ist studentenfreundlich:

Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außerstande ist, seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgestaltet war, auszuüben. Liegt ein Kräfteverfall im vorstehenden Sinne vor, leisten wir sowohl bei altersentsprechendem als auch bei mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall. Die Tätigkeiten von Hausfrauen/-männern, von Schülern, Studenten und Auszubildenden sehen wir als Beruf an. Wir verzichten auf eine abstrakte Verweisung.

Ein weiterer Aspekt ist die Höhe der versicherbaren BU-Rente. Einerseits begrenzen viele Versicherer die monatliche BU-Rente für Studenten auf 1.000 bis 1.250 €, andererseits können sich viele Studenten auch aus finanzieller Sicht noch keine BU-Rente in der später benötigten Höhe leisten. Wer also zunächst eine kleinere BU-Rente beantragt und diese später erhöhen will, sollte auf den Einschluss einer Nachversicherungsgarantie achten. In diesem Fall kann der Versicherungsnehmer die BU-Rente zumindest zu bestimmten Anlässen (z.B. Abschluss des Studiums, Hochzeit, Geburt eines Kindes) ohne erneute Gesundheitsprüfung und bei einigen Tarifen sogar ohne erneute Risikoprüfung erhöhen. Letzteres ist natürlich empfehlenswerter, weil dann bei einer Nachversicherung der Beitragssatz auch nicht wegen einer risikoreicheren Berufstätigkeit oder eines neu hinzugekommenen Hobbys erhöht werden kann. Mit unserem Online-Vergleich können Sie gezielt die Tarife auswählen, die im Rahmen der Nachversicherungsgarantie nicht nur auf eine erneute Gesundheitsprüfung, sondern auch auf die Prüfung neuer Berufs- und Freizeitrisiken verzichten.
 
Allerdings gibt es bei der Nachversicherung große Unterschiede bezüglich der Anlässe, der Höhe der möglichen Nachversicherung und auch dem Alter, bis zu dem eine Nachversicherung erfolgen kann. Einzelne Versicherer bieten zusätzlich auch eine anlassunabhängige Nachversicherungsgarantie zu bestimmten Zeitpunkten oder innerhalb bestimmter Zeiträume an. Deswegen sollte man hierzu die Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs genau betrachten.
 
Eine andere Möglichkeit zur Erhöhung der BU-Rente ist die Vereinbarung einer jährlichen Dynamik. In diesem Fall kann die versicherte BU-Rente jährlich und ohne einen bestimmten Anlass um den vereinbarten Prozentsatz erhöht und so der laufenden Inflation angepasst werden. Natürlich erhöht sich nach einer Erhöhung der versicherten BU-Rente auch der zu zahlende Beitrag entsprechend der Erhöhung und dem inzwischen erreichten Alter der versicherten Person. Ein inzwichen ausgeübter, risikoreicherer Beruf oder ein solches Hobby wirken sich dabei jedoch nicht auf den Beitrag aus. Wird eine Dynamik in einem Jahr nicht gewünscht, kann man der Erhöhung auch jährlich widersprechen. Wird der Dynamisierung jedoch mehr als zweimal hintereinander widersprochen, erlischt bei den meisten Tarifen das Recht auf weitere Erhöhungen!
 
Fazit:
Auch wenn viele Versicherungsgesellschaften für die Zeit des Studiums nur einen Schutz im Falle einer Erwerbsunfähigkeit anbieten, sollte man derartige Angebote nicht akzeptieren. Es gibt genügend Gesellschaften, die auch für Studenten guten BU-Schutz sowie die Möglichkeit einer Nachversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung anbieten. Inzwischen gibt es auch einige Gesellschaften (z.B. „Alte Leipziger“, „Canada Life“, „Continentale“), die im Rahmen der Nachversicherungsgarantie nicht nur auf eine erneute Gesundheitsprüfung – sondern auf eine erneute Risikoprüfung verzichten. Dadurch können auch für die später nachversicherte BU-Rente keine Risikozuschläge wegen eines risikoreicheren Berufs oder wegen neu hinzugekommener, risikobehafteter Hobbys erhoben werden!